Emotionale Erschöpfung und reduzierte Leistungskraft. Die besten Wege um sich zu schützen und zu wappnen. Leide nicht, Lebe!
von Haensel
#2847
Der Anti-Stress-Plan
Ich möchte mich hier nicht unbedingt outen, oder mich beschweren. Aber ich glaube wenn ich nichts tue geht es mir immer schlechter. Ich fühle mich seit einiger Zeit sehr merkwürdig. Ich bin den ganzen Tag sehr erschöpft, kann mich zu nichts wirklich aufraffen. Bin dann schnell auf 180 und könnte gegen die die Wand springen, kurz danach habe ich super Laune. Nun habe ich gehört, dass es Burnout sein kann. Wie erkenne ich das?
von Leonie
#2849 Hallöchen. Ich würde mir da erst mal keine Gedanken machen. Vieles davon kann aber auch einfach nur am Wetter liegen. Das Wetter im Moment macht jeden von uns fertig. Dieses Grau in Grau und dann wird es nicht wirklich hell. Das kann also auch daher kommen. Wie man Burnout erkennt, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche haben extreme Stimmungsschwankungen, andere klappen komplett zusammen. Aber wenn du dir nicht sicher bist, dann geh doch einfach mal zu einem Arzt. Der kann dir das eigentlich recht schnell sagen.
von Colour
#5603 Hallo, ich denke das äußert sich auch bei jedem anders, denn nicht jeder Mensch ist gleich. Als ich vor zwei Jahren an Burn-out erkrankte erkannte ich es insbesondere an einer Leere, die ich so in mir spürte, ich war ziemlich müde und musste mich zu allem Aufraffen, was ich erledigen musste. Dann habe ich auch sehr nah am Wasser gebaut und hatte zu nichts wirklich Lust. Aber wie gesagt die Krankheit äußert sich sicher auch bei jedem anders.
von AntistressJosi
#5685 Komplette Lustlosigkeit und Leere sind Symptome. Jede kleinste Tätigkeit wird schwierig. Nach dem Kochen bist du komplett erschöpft. Es gibt ganz wenige kleine Lichtmomente vielleicht, wenn es einem kurz gut geht, aber dann wieder in die Lustlosigkeit verfällt.
So war es bei einer Bekannten von mit
Das kann man schwer sagen. Es gibt so zig-viele Krankeheiten und was du beschrieben hast kann doch auf vieles zutreffen.
von Serafina
#5804 Auch, wenn der Thread schon älter ist, hänge ich mir hier mal dran.
ich interessiert es nämlich gerade auch, wie ich Stress und eventuelle /kurzzeitige) Überlastung von einem tatsächlichen Burnout unterscheide. Sind die Grenzen fließend? Wo kam bei den Betroffenen der Zeitpunkt, an dem sie gemerkt haben, dass es mehr ist als "nur" Stress, welche Symptome sind bis dahin eingetreten? Natürlich ist das immer auch individuell; mich interessiert vor allem, wie es Betroffene erkannt haben, dass sie einen Burnout haben könnten.
von Dr. Derbolowsky
#5806 Hallo Serafina,

In aller Kürze: Mit Stress und mit Burnout werden zwei ganz unterschiedliche Befindlichkeiten beschrieben. Mit Stress wird die Reaktion eines Organismus auf eine als von Außen kommend erlebte Bedrohung bezeichnet, auf die der Betroffene akut keine Antwort zur Verfügung hat. Werden solche Bedrohungen chronisch, dann kommt es zu entsprechenden meist psychosomatischen Störungen/Erkrankungen. Unter Burnout verstehe ich dagegen die Situation, dass jemand ausgebrannt ist. Das bedeutet, dass er mal für etwas gebrannt hat und zwar so sehr, dass die Energie vor der Zeit verbraucht wurde. Die Kerze wurde an mehreren Stellen angezündet. Die Betroffenen merken es selbst erst, wenn der Zustand der Resignation schon weit fortgeschritten ist. Es sind also Menschen, die sich sehr stark für etwas engagieren, dabei aber nicht den gewünschten Erfolg bekommen und in ihrem Handeln keinen Sinn mehr sehen. Betroffene merken es meist dadurch, dass sie oft sagen: ich kann machen was ich will, das bringt doch alles nichts und sich zurückziehen aus dem sozialen Leben.
von Serafina
#5807 Danke für die Antwort.
Für den Betroffenen selbst ist es also wahrscheinlich gar nicht so einfach festzustellen, ob er gerade in einen Burnout rutscht oder nicht?
von Dr. Derbolowsky
#5808 Da haben Sie recht. Erst wenn es schon ziemlich weit ist, merkt man es selber. Die anderen können es eher merken, z.B. daran, dass sich der Betreffende mehr zurückzieht und weniger an sozialen Aktivitäten teilnimmt (Begründung dann oft: berufliche Belastung).
von monika.b.
#5822 Hallo Serafina,

da mich der Burn Out vor vielen Jahren selber getroffen hat (damals nannte man das noch Nervenzusammenbruch), kann ich bestätigen, dass sich die Symptome bei jedem anders äußern. Bei mir war es Gereiztheit, totale Überdrehtheit, rund um die Uhr unterwegs sein und in Aktion sein müssen, Versagensangst, dann wieder Erfolg, dann gleichzeitig ständige Erschöpfung, kaum schlafen. Traurigkeit wechselte ab mit extrem guter Laune. Dann der Zusammenbruch. Wünsche ich niemandem.
Ich hatte schon mal woanders getippert, dass mir damals die CD13 Heilschlaf Burn Out von Peter White geholfen hat. Eine Selbsthypnose CD. Hatte selber diesen Tipp bekommen gehabt, (allerdings von jemandem, die sich mit der Hypnose CD das Nichtrauchen abgewöhnt hatte) es mit Hypnose zu versuchen, um wieder aus dem ganzen Chaos heraus zu kommen. Bin bis heute so froh, dass ich diese Hilfe angenommen hatte.
von Mark3014
#5844 Links sind nur für registrierte User sichtbar. – wann ist es genug?
Die genau Ursache eines Burn-out ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen vielen Faktoren, wie z.B. den Genen, den gegenwärtigen Einflusses, wie eine Arbeitsüberlastung oder Mobbing und den frühkindlichen Prägungen im elterlichen und sozialen Umfeld.
Das Ziel bei einem Zustand von Dauerstress sollte sein, das sich kein ausgereifter Burnout entwickelt und du möglichst bald wieder zur natürlichen Normalität zurückkehrst und dort auch bleibst. Als Potenzial geht das Gesund sein im Menschen nie verloren, es kann jedoch überlagert werden von destruktiven Gedanken, Prägungen, Krisen und Ängsten. Diese Faktoren verursachen Unruhen und entziehen Kraft, daher werden sie auch Energiediebe genant.
Wie entsteht ein Burnout?
Die Übergänge von Stress zu Dauerstress bis hin zu einem Burnout sind fließend. Zu glauben das Dauerstress normal sei ist ein Missverständnis. Was jedoch meist übersehen wird ist bereits das Vorstadium des inneren Dauerstresses und bloßes Funktionieren ist eine Störung. Die erlernten Energiediebe ziehen unbemerkt Kraft und führen zur Erschöpfung durch Überlastung, und mit der Zeit bilden sie einen idealen Nährboden für einen chronischen Energiemangel und das Burnout Syndrom. Die meist auftauchenden Energiediebe sind:
Zu viele problemzentrierte Gedanken (u.a. Gedankenlärm)
Destruktive Glaubensmustersysteme (z.B. du musst stark sein, darfst keine Schwäche zeigen)
Vermiedene Uhrängste (z.B. die Angst wertlos zu sein)
Fehlender oder fälschlicher Selbstwert (z.B. du reduzierst dich auf deine Leistung, dein Lebenslauf, dein Aussehen, die Meinung der anderen, etc.)
Perspektivlosigkeit (z.B. deine Arbeit oder Beziehung gibt keine Kraft)
Einzelkämpfer Status (z.B. du musst alles alleine tragen)
Burn-out Symptome.
Die frühen Warnzeichen eines Energiemangels, wie gedankliche Unruhe, Zeitmangel und Konzentrationsstörungen, werden von den meisten Menschen zuerst übergangen. Später kann sich eine chronische Überlastung entwickeln, begleitet von hartnäckigen Schlafstörungen, Ängsten, formale Gedankenstörungen, vegetativen Störungen, depressiver Stimmung und schweren körperlichen Symptomen. Experten haben herausgefunden, dass über 170 unterschiedliche Symptome möglich sind.
Die positive Nachricht ist, Dauerstress und Burnout sind behandelbar mit einer guten Heilprognose auch wenn das System letztendlich aus sich selbst heraus heilen muss, um auf Dauer stabil zu bleiben.
Da ein Zustand von Dauerstress und Burnout auf festgefahrenen Gewohnheitsmustern basiert, ist es äußerst schwierig, alleine, mit den eigenen Mitteln, wieder aus dem inneren Hamsterrad zu finden. Hilfe von außen ist ab einem gewissen Punkt notwendig.
von Serphs
#5860 Hallo, also ich habe die Erfahrung gemacht, daß es ziemlich schwierig ist, zu sagen, ob ein Burnout vorliegt, oder "nur" Stress, oder Stresserkrankungen oder eine (versteckte) Depression. Ärzte und Kliniken erzählen hier auch teilweise ziemlich viel. Ich habe im Laufe der Jahre lange gebraucht Therapeuten zu finden, die der Sache wirklich fundiert auf den Grund gehen. Generell ist aber mit Stress grundsätzlich nicht zu Spaßen. Ich denke, daß die Forschung hier erst am Anfang steht, und sich in einigen Jahren noch viel mehr abzeichnen wird. Was mir persönlich mit meinen Burnout-Problemen sehr geholfen hat, war einige Dinge nicht mehr so wichtig zu nehmen, bzw. mir zu überlegen, was mir wirklich wichtig ist und gut tut. Man vergeudet doch oftmals viel zu viel Zeit mit unnötigen Dingen, und nimmt die zu wichtig. So habe ich jahrelang Energie verloren. Jedenfalls ist es meiner Ansicht nach wichtig, daß man was tut, wenn man merkt, daß man gestresst ist. Ob schon ein Burnout besteht oder (noch) nicht, ist oft strittig, aber auch der Stress selbst ist nicht gut.
von voeglein
#6238 Deine Symptome können viele Gründe haben, angefangen von vorübergehenden Ursachen bis hin zu Persönlichkeitsauffälligkeiten. Beobachte das noch eine Weile, versuche Verschiedenes, um aus dem Tief herauszukommen und wenn es nicht besser wird, suche einen Arzt auf. Viel Glück.


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