Stress – ein schleichender Beziehungskiller?

Stress – ein schleichender Beziehungskiller?

The image of quarrel of a married couple on kitchenStress wird häufig als “Beziehungskiller” oder als “schleichender Tod der Liebe” bezeichnet. Immer wieder wird er als Trennungsgrund angeführt – und macht dabei sogar vor Prominenten nicht Halt, wie die angeblich an Stress gescheiterte Beziehung von Schauspielerin Emma Watson vor Augen führt. Was ist dran am Liebeskiller Stress?

Stresssymptome, die zur Beziehungskrise führen

Es sind die Auswirkungen eines gestressten Lebens, die der trauten Zweisamkeit so zusetzen. Wer unter Stress leidet, der wird von diversen Symptomen geplagt. So hat eine forsa-Umfrage ergeben, dass gestresste Personen nervös, gereizt, intolerant und lustlos sind. Wissenschaftler haben zudem bewiesen, dass ein gestresster Mensch oft an Kopfschmerzen leidet, ein verringertes Lustgefühl an den Tag legt und Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen hat. Leiden auch Sie unter diesen Stresssymptomen? Dann hat das langfristige Folgen, denen Sie sich vermutlich gar nicht bewusst sind, die jedoch in der Tat ein harmonisches Miteinander erschweren.

Wenn das Verhalten ein Trennungsgrund wird

Die oben genannten Probleme, die durch Stress ausgelöst werden, führen zu Verhalten, das die Beziehung gefährdet. Sicher haben Sie selbst schon einmal bemerkt, dass Sie mit schnippischen Bemerkungen reagieren, schnell die Geduld verlieren und sich streitlustig oder aber schlapp und unmotiviert fühlen? Daraus entstehen Kommunikationsprobleme. Die Partner reden aneinander vorbei oder sprechen aufgrund von Arbeitsstress und Zeitmangel überhaupt nicht mehr miteinander. Wird nicht oder falsch kommuniziert, kommt es zu Missverständnissen. Man weiß nicht (mehr), was sich der andere wünscht und wie man die eigenen Bedürfnisse übermittelt. Eine von ElitePartner auf dem Statistik-Portal de.statista.com veröffentlichte Umfrage zu den möglichen Trennungsgründen 2013 zeigt auf, dass rund die Hälfte der Befragten häufige Auseinandersetzungen als Grund für eine Trennung ansähen. Emotionale Verarmung sowie ein Mangel an Unterstützung und Verständnis wurden von ebenfalls 40 bis 50% der Befragten genannt. All jene Beziehungsprobleme sind letztendlich auf Stress zurückzuführen, denn wer dadurch belastet ist, hat einfach nicht mehr die Kraft, auf den anderen einzugehen.

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Weitere Trennungsgründe spielen natürlich ebenfalls eine Rolle, seien sie direkt durch Stress verursacht oder auf Fehlverhalten zurückzuführen. Ein typischer Trennungsgrund für Frauen ist laut der Webseite beziehungsretten.eu beispielsweise, wenn sie das Gefühl haben, von ihrem Partner nicht mehr geschätzt zu werden, oder wenn er weniger selbstbewusst und aktiv erscheint. Auch hier mag Stress bei der Arbeit die Wurzel des Problems sein. Umgekehrt führen es Männer als Trennungsgrund auf, dass die Partnerin ständig etwas an ihnen zu kritisieren habe und sie sich eingeengt fühlen. Das stetige Meckern mag durchaus daran liegen, dass der gestressten Frau alles über den Kopf wächst und sie sich wünscht, der Mann greife ihr mehr unter die Arme und nehme ihr einen Teil der Last. Werden solche Warnsignale und Probleme ignoriert, kann dies eine ernsthafte Krise hervorrufen, laut beziehungretten.eu. Die Webseite gibt mehr Einblicke in die Thematik. Sie zeigt auf, dass es wichtig ist, die potenziellen Trennungsgründe und Beziehungsfallen zu erkennen und anschließend Strategien zu erarbeiten, um die Beziehung zu retten.

Gegen den Stress ankämpfen und die Beziehung retten

Es hilft, wenn die direkte Kommunikation mit dem Partner gesucht wird. Nehmen Sie sich mindestens einmal die Woche Zeit und sprechen Sie darüber, was Sie stresst und belastet und was Sie gern ändern würden. Je besser Sie sich gegenseitig verstehen und erkennen, dass Faktoren von außen zu innerlichen Problemen und damit zu Beziehungszerstörern werden, desto höher sind die Chancen auf Liebesglück. Bauen Sie Stress ab, indem Sie sich gemeinsam eine Auszeit gönnen oder ein Wellness-Programm genießen, und indem Sie sich gegenseitig unterstützen und Ihrer Zuneigung versichern. Gemeinsame Hobbys sind eine ausgezeichnete Möglichkeit hierfür. Sport, Entspannungstechniken oder ein bisschen Romantik können Wunder wirken. Und vergessen Sie nicht, den Arbeitsstress in der Arbeit zu lassen und ihr persönliches Leben davon zu trennen. Der Feierabend ist für Zeit mit Ihrem Liebsten reserviert.

Autorin: Devika Fernando (Google+ Profil)

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