Januar – der stressigste Monat des Jahres?

Januar – der stressigste Monat des Jahres?

streitViele vertreten die Meinung, die Weihnachtszeit und der gesamte Dezember seien die stressigste Zeit des Jahres. Doch es sprechen vier Gründe dafür, dass eigentlich der Januar noch viel stressiger ist. Was macht den ersten Monat im neuen Jahr so anstrengend, und wie kommt man gegen die vielen Stressauslöser an?

Finanzieller Stress

Wer kennt das nicht: Es wurden Ende des Jahres fleißig Geschenke für Familie und Freunde eingekauft, man gönnte sich traditionelles Essen und saisonale Leckereien und man fuhr in den Urlaub – und dann kommt das böse Erwachen. All diese Aktivitäten gehen nämlich nicht spurlos am Geldbeutel vorbei. So stellen zahlreiche Menschen im Januar fest, dass sie viel zu viel ausgegeben oder sich sogar verschuldet haben. Der finanzielle Stress belastet und wirft einen dunklen Schatten auf die restlichen Monate, in denen rigoros gespart oder nach zusätzlichem Einkommen gesucht werden muss. Besser ist es, vorzusorgen und gegen Jahresende zu planen, wie viel wofür ausgegeben werden darf.

Beziehungsstress

Stress im Januar hängt oft mit der Beziehung zusammen. Hier muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass es sich quasi um Nachwirkungen aus dem Dezember handelt. Paare geraten aneinander, weil sie unter Weihnachtsstress leiden. Der Druck vonseiten des familiären Umfelds und die vielen Erwartungen sorgen für Streit. In anderen Fällen erlebt das Paar während des Weihnachtsurlaubs schöne Stunden und merkt im Januar leider, dass der Alltag weniger schön aussieht. Experten gehen außerdem davon aus, dass der Januar gern als Trennungsmonat genutzt wird: Wer nicht zu Weihnachten die Katze aus dem Sack lassen will, möchte meist vor dem Valentinstag im Februar eine Trennung in die Wege leiten.

Hohe Erwartungen

Fast jeder setzt sich mit Vorsätzen für das neue Jahr auseinander. Die meisten nehmen sich mehrere Dinge vor. Eine Umfrage auf de.statista.com veranschaulicht, dass über 40 % der Deutschen sich für 2015 vorgenommen haben, mehr Zeit für sich nehmen. Fast 30 % wollen ihr Gewicht reduzieren und fast 33 % möchten verreisen. Auf weiteren vorderen Plätzen liegen Vorsätze wie das Verbessern der Partnerschaft und das Ausprobieren neuer Hobbys. Zwar ist dies löblich und sollte eigentlich zu weniger Stress führen, doch die Mehrheit erfüllt ihre Vorsätze nicht. Wer bereits im Vorjahr gescheitert ist, der fühlt sich im Januar unter Druck gesetzt. All die vielen Erwartungen, die man an sich selbst stellt, um das neue Jahr besser zu machen, sind daher Stressauslöser.

Der Alltag

Tagelang wurde gefeiert, erst zu Weihnachten und dann an Silvester. Ein Großteil der Bevölkerung konnte sich von der Arbeit freinehmen und die Kinder mussten nicht in die Schule. Aber spätestens ab Mitte Januar kehrt der Alltag zurück und genau das löst Frust aus. In vielen Fällen hat sich über die Ferien hinweg Arbeit angesammelt, was zu mehr Belastung innerhalb weniger Tage führt und den Wiedereinstieg erschwert. Es dauert eine Weile, bis wieder Routine eingekehrt ist, und bis der Berg an Hausarbeit oder unerledigten Aufgaben erledigt ist. Was im Englischen so treffend als Holiday Hangover (Urlaubs-Kater) bezeichnet wird, lässt sich vermeiden, in dem man vor den Feiertagen vorsorgt oder rechtzeitig vor dem Wiedereinstieg in Schule, Arbeit und Hausarbeit etwas Normalität einkehren lässt.

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