Autogenes Training

Autogenes Training

billigmed_yoga_© Sergejs Rahunoks - Fotolia.comUm eine vertiefte und damit auch klarere Wahrnehmung zu erlangen, greifen geübte Personen oftmals zum sogenannten autogenen Training, einer hilfreichen Entspannungsmethode, die ähnlich der Selbsthypnose angewandt wird und mit einem stufenweisen Lernprogramm für jeden zugänglich ist, um Stress und Alltagsproblemen entgegenzuwirken.

Tiefenentspannt seit 1932 mit autogenem Training

Bereits seit 1932 wird diese Form der „konzentrativen Selbstentspannung“ angewandt, seit sie von dem Nervenarzt J.H. Schultz entwickelt wurde. Im Grunde geht es dabei insbesondere um die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft, welche genutzt werden, um eine intensive Erholung für den Körper zu schaffen. Zweck des Trainings ist beispielsweise der Abbau von Stress oder auch die Stabilisierung von unerwünschten Körperfunktionen. Auf diese Weise lassen sich effektiv Probleme mit der eigenen Persönlichkeit oder der unmittelbaren Umwelt und des Alltags lösen. Die Durchführung erinnert dabei teilweise an bestimmte Übungen, die aus dem Yoga-Bereich bekannt sind, aber auch Selbsthypnose und Meditation gehören zu einigen Teilen dazu.

Eine ideale Selbsthilfe gegen Stress und bei psychosomatischen Problemen

Um das autogene Training effektiv durchzuführen, sind seelische Gesundheit sowie eine gewisse Selbstdisziplin notwendig, ebenso gehört auch die entsprechende Lernbereitschaft dazu, denn die Methode lässt sich nicht über Nacht erlernen. Psychosen und ähnliche Krankheitsbilder eignen sich daher weniger beziehungsweise im Grunde gar nicht für das autogene Training, ebenso sollten auch Demenz und Alzheimer besser durch eine ärztliche Behandlung begleitet werden. Besser eignet es sich dagegen bei Schlafstörungen, leichten Depressionen oder auch nervösen und ängstlichen Störungen. Ebenso eignet es sich außerdem, um Leistungssteigerungen zu erzielen. Dazu zählen erhöhte Gedächtnisaktivitäten, aber auch in vielen Sportbereichen ließ sich in den vergangenen Jahren eine gesteigerte Leistungsfähigkeit durch die Methode bestätigen.

So funktioniert autogenes Training

Das „Yoga des Westens“, wie autogenes Training von seinem Entwickler gern genannt wird, lässt sich entweder allein oder in der Gruppe durchführen, wobei Anfänger eine ausführliche Anleitung erhalten. Um sich völlig fallen zu lassen, bietet es sich an, einen ruhigen und etwas dunkleren Raum zu nutzen und auch bequeme Wohlfühl-Kleidung zu tragen. Im Sitzen oder Liegen und mit geschlossenen Augen konzentriert sich der Übende nun auf eine zuvor gewählte Formel, oftmals werden hierfür auch entsprechende Aufnahmen genutzt, die die Formel vorsprechen. Für Skeptiker und allzu Ungeduldige ist die Methode aber nicht unbedingt oder nur mit viel Willen und Wollen geeignet, da sie zweifellos einen recht esoterischen Touch an sich hat.

Wie schnell stellt sich Erfolg ein?

Da autogenes Training ein sehr individueller Prozess ist, lässt sich hier nur schwer eine pauschale Angabe machen. Funktioniert die Methode, so lässt sich der Erfolg insbesondere daran bemerken, dass der Körper während der Übung tatsächlich immer tiefer entspannt. Bis sich eine deutliche Stressresistenz einstellt, die auch im Alltag bemerkbar ist, kann es allerdings durchaus ein paar Wochen oder sogar Monate dauern. Übrigens funktioniert autogenes Training nicht grundsätzlich bei jedem, das merkt man selbst jedoch erst, nachdem es getestet wurde. Hilfreiche Alternativen bei Stress sind in diesem Fall beispielsweise progressive Muskelrelaxation, Meditation oder auch Yoga.

Bildquelle: © Sergejs Rahunoks – Fotolia.com

Autorin: Denise Orlean (Google+ Profil)