von f.j.neffe » 16.01.2012, 11:06
Bis 1928 hieß das autogene Training von I.H.Schultz AUTOSUGGESTIVES TRAINING, ganz einfach weil der franz. Apotheker Emile Coué (1857-1926) die AUTOSUGGESTION durch seine enormen Erfolge in wenigen Jahren zu einer weltberühmten Selbsthilfe-Methode gemacht hatte. Zehntausende Hilfesuchende kamen jedes Jahr aus aller Welt zu Coué, meist Leute, denen über Jahre die etablierten zuständigen Fachleute nicht hatten helfen können. Aus Coués unentgeltlichen, öffentlichen Sitzungen dagegen sind keine Misserfolge berichtet, im Gegenteil! In einer simplen wissenschaftlichen Theoriediskussion wurde nach Coués Tod die unbequem lästig erfolgreiche Autosuggestion, die jeder alleine konnte, mit einem Tabu belegt und beiseite gedrängt. Schultzens "Schmalspurautosuggestion", die alles auf eine Mentaltechnik unter ärztlicher Kontrolle einengte, war bedeutend geeigneter für die GOÄ (Gebührenordnung Ärzte) und wurde entsprechend protegiert.
E.Coué hat ganz deutlich gezeigt, dass sowieso jeder Mensch vom ersten bis zum letzten Atemzug Autosuggestion betreibt. Da alle nur gelernt haben, dies zu missachten, nicht selten sehr ungünstige Autosuggestion. Die Frage, OB wir Autosuggestion in unserem Leben betreiben, stellt sich also gar nicht. Es geht einzig um die Frage, ob wir BESSERE Autosuggestion betreiben wollen. Unser ganzes Leben ist ein AUTOSUGGESTIVER ALLEINGANG. Es liegt an uns, das bedienen zu lernen, was wir beherrschen wollen. Dazu geht man intelligenterweise zu dem, der es am besten kann: Coué. Sein kleines, in 20 Sprachen übersetztes Buch über Autosuggestion bekommt man für ein paar € in jeder Buchhandlung. Ich erforsche Coué + Autosuggestion schon über mehr als 35 Jahre; ich weiß, wovon ich schreibe.
Mit freundlichem Gruß
Franz Josef Neffe