Grauenhafte Angst wegen Pfeifferschem Drüsenfieber

Angstsyndrome - Angst als permanenter Begleiter? Die Regie des Lebens angstfrei führen und das Leben in vollen Zügen genießen, nur wie?
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Julian
Stress Forum Neuling
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Grauenhafte Angst wegen Pfeifferschem Drüsenfieber

Beitrag von Julian » 03.03.2015, 02:47

Hallo zusammen!
Naja, wie soll ich anfangen? Ich bin julian, 35 Jahre alt und das ist mein erster Beitrag.
Ich bin eigentlich schon immer leicht hypochondrisch gewesen, seit circa einem Jahr habe ich auch eine Angststörung entwickelt (aufgrund von Dauerstress privater Natur) mit Herzrasen, Angst vor Herzinfarkt etc. Jetzt habe ich seit einem Monat das Pfeiffische Drüsenfieber und das ist natürlich A: wie Benzin ins Feuer gegossen und B: aufgrund der Symptome eine beängstigende Sache. Seit 4-5 Wochen hänge ich da, bin total müde und schlapp, das Fieber ist wohl weg, die Lymphknoten schwellen auch ab, bis auf die im Nacken (ANGST!!!) und Panikattacken und HERZRASEN, jeden Tag. Auch die Milz schwillt wieder ab aber die Erschöpfung ist noch da. Auch die Blutwerte werden wohl besser-bis auf die Leberwerte und laut Kardiologe habe ich auch keine Herzmuskelentzündung. Aber man kann halt nicht sagen, wie es sich entwickelt und man kann so gut wie nichts dagegen machen. Das Virus steht ja auch in Verdacht Multiple Sklerose auszulösen, eine Krankheit an der mein Vater erkrankt ist, Jahre nachdem er ebenfalls das pfeiffersche Drüsenfieber hatte.
Ehrlich gesagt bin ich mit den Nerven dermaßen am Ende. ich habe natürlich Angst meinen Job zu verlieren, nicht mehr gesund zu werden, es chronisch zu bekommen, keinen Sport mehr treiben zu dürfen, eine der möglichen Folgeerkrankungen zu bekommen. Es ist zurzeit wie ein Alptraum aus dem ich nicht erwache.
Ich liebe meinen Beruf, den ich zurzeit ausübe, ich liebe es Sport zu machen...jetzt steht alles auf der Kippe und Google bei Krankheiten aufzurufen, geht gleichauf mit innerem Suizid!
Ich sehe kein Land mehr und beschäftige mich seit kurzem schon mit Nahtod Erfahrungen, mit Menschen die mit dem Leben abschließen, Leuten die es früh aus dem Leben gerissen hat etc. Alles nur um mich auf Komplikationen vorzubereiten. Was natürlich Blödsinn ist, denn wenn ich eine derartige Diagnose bekomme, wird es mir eh den Boden unter den Füßen wegziehen.
Es ist schwer zu erklären, was da für eine Angst in einem bebt. Noch vor 2 jahren war alles gut, konnte zur Arbeit und Sport machen (für mein seelisches Gleichgewicht war das seeeeeehr wichtig) und jetzt habe ich das Gefühl, dass ich am Ende der Fahnenstange bin. Ich habe noch nie so ein entgültiges Gefühl von "Das war´s dann wohl" gespürt. Ich versuchte die ersten Wochen mit Autosuggestion, Ruhe DVD´s, innerem guten Zureden etc. jetzt sitze ich da und bin wie gelähmt. Ich renne seit Wochen zu Ärzen und komme doch nicht weiter, Antworten wie "Werden wir sehen" oder "kann sein" sind für mich natürlich schlecht und füttern die Angst, das Gefühl gesund zu sein ist in unerreichbare Ferne gerückt. Der innere Druck ist teilweise unerträglich. Ich zittere, die Beine sind weich und das Herz rast wie verrückt. Einmal träume ich nachts davon, gesund und glücklich zu seun und weinte vor Freude im Traum um dann nach dem Aufwachen zu merken, dass mein Kissen naß war von meinen Tränen. Kann mir bitte irgendjemand einen Rat oder vielleicht nur mal, wenn möglich, gut zureden? Ich habe sonst niemanden und weiß nicht, wie lange ich noch ausharren kann. Vielen Dank an Alle, die diesen Text zuende gelesen haben und vielleicht doch mal schreiben!

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